Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung nutzen

Quelle: Deutscher Frauenrat. 24. September 2019

Die digitale Transformation aller Lebensbereiche schreitet voran. Sie wirkt sich bereits heute stark auf die ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft aus. Gleichzeitig hinkt die notwendige politische Mit- und Ausgestaltung dieser rasanten gesellschaftlichen Entwicklung hinterher.

Im Jahr 2020 werden mehr Menschen zuhause über Mobilfunktelefone verfügen als über Elektrizität oder fließendes Wasser. Arbeit 4.0, Datenschutz, Verwaltung, Pflege, Bildung, Kommunikation, die Sozialen Medien und das Gesundheitswesen – die Digitalisierung ist schon heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

POSITIONSPAPIER ZUR DIGITALEN ZUKUNFT des Deutschen Frauenrats

Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft in allen Bereichen nachhaltig. Wie sich diese technologische Revolution auf das Leben und die Teilhabechancen von Frauen und Männern auswirkt, darüber wird in der Öffentlichkeit bisher viel zu wenig gesprochen. Mit dem Positionspapier Zukunft gestalten. Digitale Transformation geschlechtergerecht steuern zeigt der DF auf, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Frauen die digitale Transformation aktiv mitgestalten und von ihren Entwicklungen profitieren können.

Frauen im digitalen Wandel

Für Frauen ergeben sich mit der digitalen Transformation Herausforderungen und Chancen, die bislang kaum öffentlich debattiert wurden. Damit Frauen die Digitalisierung gestalten und von den Entwicklungen profitieren können, muss für entsprechende politische Rahmenbedingungen gesorgt werden – dieses Ziel hat sich der DF gesetzt.

Der DF-Fachausschuss „Digitale Transformation und die Auswirkungen auf Lebensbereiche von Frauen“ arbeitete von 2017 bis 2019 daran, die digitale Transformation als gesellschaftliches Querschnittsthema zu etablieren. Die Themenfelder Bildung, Arbeit und Kommunikation im digitalen Raum standen dabei im Mittelpunkt. Zu allen drei Schwerpunkten wurden umfangreiche Forderungen entwickelt und Handlungsfelder für die Bundespolitik formuliert. Diese sind aus Sicht der Frauenlobby Voraussetzung, damit die digitale Gegenwart und Zukunft geschlechtergerecht gestaltet werden können.

Positionspapier zur digitalen Zukunft

Der Deutsche Frauenrat hat den Fachausschuss „Digitale Transformation und die Auswirkung auf die Lebensbereiche von Frauen“ bei seiner Mitgliederversammlung 2017 einberufen. Unter Leitung von Birte Siemonsen arbeiteten in diesem Ausschuss Vertreterinnen aus acht Mitgliedsverbänden mit. Im Mittelpunkt stand die Aufgabe, eine Agenda und Positionierung zu den frauenpolitischen Aspekten der Digitalisierung zu formulieren und Ansprechpartner für den Themenbereich Digitalisierung und Frauen zu sein.

Dem Fachausschuss gehörten an:

  • Yvonne de Andrés (BücherFrauen)
  • Nina Golf (Evangelische Frauen in Deutschland)
  • Dr. Ursula Köhler (FrauInform der Gesellschaft für Informatik)
  • Ina Krauß (Journalistinnenbund)
  • Mareike Richter (Deutscher Gewerkschaftsbund)
  • Prof. Sigrid Wenzel (Verband Deutscher Ingenieurinnen / Zonta Union)
  • Margrit Zauner (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen)

Koordination: Juliane Rosin, Juliane Zinke (Deutscher Frauenrat)