Gestalte Dein Leben – Der Deutsche Digitalpreis

„The Spark“ heißt der Deutsche Digitalpreis. Er zeichnet herausragende digitale Geschäftsideen aus. Bei der Ausschreibung des Preises von McKinsey und dem Handelsblatt ging es um die Frage, wie Start-ups mit digitaler Technologie neue Realitäten erschaffen: „New realities“ lautete daher das Thema. Neue Technologien ermöglichen es, neue Realitäten zu schaffen – das eröffnet Start-ups spannende Geschäftsmöglichekeiten: von Hilfen für Monteure bis zum autonomen Fahren. Die Technik ist da schon recht weit. Thyssen-Krupp zum Beispiel stattet bereits Wartungstechniker der Aufzugssparte mit Augmented-Reality-Brillen aus, die per Kamera ein Video in die Zentrale übertragen. Dort sitzen Spezialisten, die den Einsatz aus der Ferne unterstützen – etwa, indem sie den Außendienstlern wichtige Infromationen ins Sichtfeld einblenden. Der Flugzeugbauer Airbus wiederum schult in der Sparte Defence und Space die Mitarbeiter mithilfe von Virtual Reality für schwierige Montageaufgaben – insbesondere wenn er neue Produkte einführt oder Mitarbeiter sich noch in der Lernphase befinden.

Bei allem Gründergeist – besonders schwer tun sich Frauen: Nur in acht Prozent aller Start-ups ist zumindest eine Gründerin dabei. Dabei seien gemischte Teams erfolgreicher und kreativer. Deswegen verliehen die Initiatioren in diesem Jahr erstmals den Female Founder Award. Ihn gewann Anna Larotska mit ihrem Unternehmen Robo Wunderkind. „Wir versuchen, Kindern den Spaß am Programmieren beizubingen“ sagte die Ökonomin. Angesprochen sind gerade Mädchen. Sie sollen die digitale Ralität der Zukunft mitgestalten.

Bei der Preisverleihung am 21.11.19 forderte die Multi-Aufsichtsrätin Barbara Kux mehr Gründerinnen, damit es künftig mehr Innovationen gibt. Sie wies darauf hin, dass Unternehmen viel von Start-ups lernen können. Visionen, Teamarbeit, Schnelligkeit, vielleicht auch den Mut zum Risiko und vor allem jede Menge Kreativität. Diese Fähigkeit sei bei Frauen besonders anzutreffen.

„Von hundert Gründern sind heute nur acht Gründerinnen. Dabei brauchen wir mehr Fortschritt. Wenn die Frauen gleichziehen würden, könnten wir die Zahl der Innovationen fast verdopplen. Der Anteil der Studentinnen bei den technischen und naturwissenschaftlichen MINT-Studiengängen verharrt auf niedrigem Niveau. Studien zeigen, dass am Gymnasium die Mädchen in Naturwissenschaften nicht schlechter als die Jungen sind. Das kleine Problem ist nur: Die Mädchen sind in den Sprachen noch besser. Wir müssen jungen Frauen klarmachen, dass es bei der Studienwahl nicht allein darauf ankommt, wo ihre größten Stärken liegen, sondern auch, welche Zukunftsperspektiven es gibt und wo sich ein Betrag leisten lässt für eine nachhaltigere Welt“, fordert Barbara Kux. „Mich hat ein Stipendium für einen Schulaufenthalt in den USA geprägt. Dort lernt man Selbstbewusstsein.“

Lasst uns daraus unsere Schlüsse ziehen!