In der Zukunft angekommen?

Man könnte meinen, wir befinden uns in der Zukunft. Für uns ist die Digitaliserung längst zur Normalität geworden. Warum? Not macht erfinderisch.

Das neuartige Coronavirus stellt nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens vor bisher ungekannte Herausforderungen. Insbesondere in der medizinischen Versorgung sind Ärzte, Pflegekräfte und Management im höchsten Maße gefordert und verdienen größte Wertschätzung.

Wenn die vergangenen Tage und Wochen eins gezeigt haben, dann auch dies, dass die Digitalisierung der zentrale Baustein des gesellschaftlichen Zusammenlebens sein muss. Haben wir gestern noch über den DigitalPakt Schule gestritten, der den digitalen Wandel im Schulwesen bringen sollte, werden heute problemlos Unterrichtsmaterialien über das Internet bereitgestellt und unsere Kinder werden via Zoom und Skype beschult. Regten wir uns gestern über Regeln für die Arbeit zuhause auf, funktioniert heute das reibungslose Arbeiten aus dem Homeoffice. Und wer hätte gestern über die digitalen Kanäle gesteuerte Nachbarschaftshilfe nachgedacht?

Ja, überall muss nachgebessert werden. Datenschutz, Arbeits- und Bürgerrechte, digitaler Selbstschutze müssen Schritt halten.

Wenn wir das Digitale als Grundgerüst unseres Alltags akzeptieren und die Vernetzung in möglichst vielen Bereichen unserer Gesellschaft vorantreiben, können wir unser Zusammenleben gleichzeitig effizienter und gerechter gestalten und sind auch für Krisensituationen wie die derzeitige besser gewappnet.

Immer wieder taucht in den letzten Tagen die Frage auf, wie leben wir nach der Krise weiter. Können wir als Gesellschaft aus dieser Krise lernen? Inwieweit wird sich unser Zusammenleben in Zukunft umstrukturieren?

Tatsächlich kann man in der derzeitigen Situation eine Chance sehen – eine Chance, unser Zusammenleben künftig so zu gestalten, dass wir als Gesellschaft ähnlichen Herausforderungen besser gerüstet sind und auch abseits von Krisen produktiver, nachhaltiger und gemeinwohlorientierter zusammenleben.