#befuturized – SIDigital

Das Motto von Dr. Renate Tewaag, Deutschlandpräsidentin der weltweit größten Service-Organisation berufstätiger Frauen lautet „#befuturized – SIDigital: Bildung. Nachhaltigkeit. Gewaltfreiheit“. Was verbirgt sich dahinter? Ausschnitte aus einem Interview:

„… Als Präsidentin möchte ich meiner Service-Organisation nun auch etwas zurückgeben, mich einbringen und unsere Vereinigung – gemeinsam mit meinen Clubschwestern – in eine erfolgreiche Zukunft führen. Im Hinblick auf die digitale Zukunft brauchen wir besonders die Impulse der jüngeren Generation. Denn die Digitalisierung hat unser aller Leben bereits tiefgreifend verändert und wird das auch künftig tun. Diese Herausforderung können wir nur gemeinschaftlich meistern – und daher unsere Kompetenzen mit denen der jungen Frauen und Mädchen zusammenbringen. Für Soroptimist International Deutschland gilt es, unsere Werte beizubehalten und uns gleichzeitig nachhaltig und modern weiterzuentwickeln.“

Das Deutschsprachige Freundschaftstreffen in Kiel (11. – 13.9.2020) wird eine Veranstaltung sein, die das Thema greifbarer machen wird und gerade Frauen und Mädchen motivieren wird, mitzugestalten. Und ganz nebenbei, Kiel ist auch sehr schön. Da kann man prima einige Tage Urlaub anhängen. Auf jeden Fall wird es auch jede Menge Möglichkeiten zum Gedankenaustausch und zum Netzwerken geben.

Als Präsidentin möchte ich eine Vermittlerin zwischen den Generationen sein!

12.-19.9.2020 Digitale Woche in Kiel

Die Digitalisierung verschiedenster Lebensbereiche betrifft uns alle. Tag für Tag lernen wir mit der fortschreitenden Digitalen Transformation zu leben und zu arbeiten. Daraus resultieren viele Fragestellungen: Wie verändert sich unser tägliches Leben längerfristig durch die neuen Möglichkeiten? Wie sieht unser Arbeitsalltag der Zukunft aus? Welche Visionen haben digitale Start Ups? Welche Veränderungsprozesse durchlaufen etablierte und traditionelle Unternehmen? Wie lernen wir zukünftig in Schule und lebenslang? Wie verändern sich Demokratie und Politikbewusstsein in einer digitalen Gesellschaft?

Diese und zahlreiche weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Digitalen Woche Kiel, dem Digitalfestival in Schleswig-Holstein. Sie findet zeitgleich zumDFT 2020 In der Woche vom 12. – 19.9.2020 statt

Hilft die Digitalisierung Frauen in der Arbeitswelt?

Quelle: Hans Böckler Stiftung, Wissenschaftlicher Rechercheservice

Die Digitalisierung trifft derzeit auf einen Arbeitsmarkt, auf dem Frauen noch immer benachteiligt sind. Wird sich das nun ändern? Aktuelle Studien zur Situation von Frauen in der Arbeitswelt.

Die Gender-Expertinnen der Hans-Böckler-Stiftung zeigen in einer aktuellen Analyse, auf welchen Feldern sich die Frage entscheidet, ob Digitalisierung die Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt reduzieren kann.

Kernpunkte:

  • Mobiles Arbeiten kann die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert, aber solange Arbeitgeber Geschlechterstereotype im Kopf haben, zahlen Frauen für mobiles Arbeiten mit Karrierenachteilen.
  • Beim neuen Trend „agiles Arbeiten“ können Frauen mit Skills wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit punkten, aber wie kriegt man Arbeitgeber dazu, das auch finanziell zu honorieren?
  • Crowdworkerinnen können überall und jederzeit Geld verdienen – aber auch genug zum Leben? Die Forscherinnen beschreiben, wo gehandelt werden muss, damit Frauen von der Digitalisierung des Arbeitsmarktes profitieren.
  • „Die Potenziale sind riesig, aber der Automatismus geht genau in die andere Richtung: Wenn wir die Digitalisierung nicht gestalten, werden Frauen die Verliererinnen sein“, sagt Christina Schildmann, ehemalige Leiterin der Stiftungs-Forschungsstelle „Arbeit der Zukunft“. „Dabei geht es nicht nur um mobiles Arbeiten, sondern um geschlechtergerechte Arbeitsplatzbewertung, um eine Weiterbildungsrevolution und Spielregeln für die Arbeit auf digitalen Plattformen.“

-> Download Studie „Genderaspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt“ (pdf)

Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung nutzen

Quelle: Deutscher Frauenrat. 24. September 2019

Die digitale Transformation aller Lebensbereiche schreitet voran. Sie wirkt sich bereits heute stark auf die ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft aus. Gleichzeitig hinkt die notwendige politische Mit- und Ausgestaltung dieser rasanten gesellschaftlichen Entwicklung hinterher.

Im Jahr 2020 werden mehr Menschen zuhause über Mobilfunktelefone verfügen als über Elektrizität oder fließendes Wasser. Arbeit 4.0, Datenschutz, Verwaltung, Pflege, Bildung, Kommunikation, die Sozialen Medien und das Gesundheitswesen – die Digitalisierung ist schon heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

POSITIONSPAPIER ZUR DIGITALEN ZUKUNFT des Deutschen Frauenrats

Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft in allen Bereichen nachhaltig. Wie sich diese technologische Revolution auf das Leben und die Teilhabechancen von Frauen und Männern auswirkt, darüber wird in der Öffentlichkeit bisher viel zu wenig gesprochen. Mit dem Positionspapier Zukunft gestalten. Digitale Transformation geschlechtergerecht steuern zeigt der DF auf, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Frauen die digitale Transformation aktiv mitgestalten und von ihren Entwicklungen profitieren können.

Frauen im digitalen Wandel

Für Frauen ergeben sich mit der digitalen Transformation Herausforderungen und Chancen, die bislang kaum öffentlich debattiert wurden. Damit Frauen die Digitalisierung gestalten und von den Entwicklungen profitieren können, muss für entsprechende politische Rahmenbedingungen gesorgt werden – dieses Ziel hat sich der DF gesetzt.

Der DF-Fachausschuss „Digitale Transformation und die Auswirkungen auf Lebensbereiche von Frauen“ arbeitete von 2017 bis 2019 daran, die digitale Transformation als gesellschaftliches Querschnittsthema zu etablieren. Die Themenfelder Bildung, Arbeit und Kommunikation im digitalen Raum standen dabei im Mittelpunkt. Zu allen drei Schwerpunkten wurden umfangreiche Forderungen entwickelt und Handlungsfelder für die Bundespolitik formuliert. Diese sind aus Sicht der Frauenlobby Voraussetzung, damit die digitale Gegenwart und Zukunft geschlechtergerecht gestaltet werden können.

Positionspapier zur digitalen Zukunft

Der Deutsche Frauenrat hat den Fachausschuss „Digitale Transformation und die Auswirkung auf die Lebensbereiche von Frauen“ bei seiner Mitgliederversammlung 2017 einberufen. Unter Leitung von Birte Siemonsen arbeiteten in diesem Ausschuss Vertreterinnen aus acht Mitgliedsverbänden mit. Im Mittelpunkt stand die Aufgabe, eine Agenda und Positionierung zu den frauenpolitischen Aspekten der Digitalisierung zu formulieren und Ansprechpartner für den Themenbereich Digitalisierung und Frauen zu sein.

Dem Fachausschuss gehörten an:

  • Yvonne de Andrés (BücherFrauen)
  • Nina Golf (Evangelische Frauen in Deutschland)
  • Dr. Ursula Köhler (FrauInform der Gesellschaft für Informatik)
  • Ina Krauß (Journalistinnenbund)
  • Mareike Richter (Deutscher Gewerkschaftsbund)
  • Prof. Sigrid Wenzel (Verband Deutscher Ingenieurinnen / Zonta Union)
  • Margrit Zauner (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen)

Koordination: Juliane Rosin, Juliane Zinke (Deutscher Frauenrat)

Digitalisierung: Frauen könnten mit Weiterbildung bessere Chancen haben als Männer

Quelle: personalwirtschaft.de 21.6.2019

Eine aktuelle Studie des McKinsey Global Institutes (MGI) hat Automatisierungsszenarien für zehn Länder entwickelt, unter anderem für Deutschland. Danach sind hierzulande Frauen und Männer gleichermaßen von den Auswirkungen der Digitalisierung betroffen. Frauen müssten jedoch stärker in ihre Qualifizierung investieren, um vom Wandel am Arbeitsmarkt zu profitieren.

Laut dem Digitalisierungsszenario für Deutschland könnten bis 2030 bis zu neun illionen Jobs wegfallen. Jeder fünfte Beschäftigte – ob Mann oder Frau – könnte seinen bisherigen Arbeitsplatz durch die Automatisierung verlieren. Gleichzeitig geht das MGI davon aus, dass hierzulande bis zu zehn Millionen neue Jobs durch technologischen Fortschritt und aufgrund demografischer Faktoren entstehen. Hinzu kämen bis zu vier Millionen zusätzliche Jobs in völlig neuen Berufen.

Jede vierte Frau und jeder vierte Mann muss sich weiterbilden

Die Entwicklung in Bereichen wie Künstliche Intelligenz oder Machine Learning wird laut Studie völlig neue Berufsgruppen und Ausbildungszweige hervorbringen. Bis 2030 muss sich danach rund ein Viertel der berufstätigen Frauen (24 Prozent) in neue Berufsfelder einarbeiten oder weiterbilden; bei den Männern ist es sogar fast ein Drittel (32 Prozent).

Die Prognosen sähen für Frauen also besser aus, was die Notwendigkeit zur Weiterbildung betrifft, so die Studie, und von den neuen Berufszweigen und Ausbildungen könnten Frauen und Männer in ähnlichem Ausmaß profitieren, so dass sie durch den Wandel am Arbeitsmarkt insgesamt mehr Vorteile haben könnten als ihre männlichen Kollegen.

Neue Jobprofile setzen höhere Bildung voraus

Trotzdem sehen die Autoren des Reports die Gefahr, dass Frauen die Chancen durch neue Jobprofile nicht in gleichem Maße nutzen könnten wie Männer. Das liege daran, dass Frauen bislang im Niedriglohnsektor überrepräsentiert und in den technischen Berufen und anderen Jobs, die Fachwissen voraussetzen, weniger stark vertreten sind, vor allem im zukunftsträchtigen MINT-Bereich. Die neuen Berufe entstünden aber vor allem in Bereichen und Tätigkeiten, die eine höhere Bildung voraussetzen. In Deutschland erwartet das MGI bis 2030 2,9 Prozent mehr Jobs für Frauen und 5,5 Prozent mehr Jobs für Männer mit einem Universitätsabschluss als heute.

Frauen könnten sich jedoch wegen „gesellschaftlicher Traditionen“ seltener für diese neuen Jobs qualifizieren können, so die Studie. Aufgrund von Kindererziehung sowie unbezahlter Haushalts- und Pflegearbeit hätten sie immer noch weniger Zeit und Möglichkeiten, neue Qualifikationen zu erlangen, sich weiterzubilden oder neue Jobs zu suchen, meint Julia Sperling, Partnerin bei McKinsey.

Frauen und Männer müssen in ihre Qualifikation investieren und bereit sein, ihre Ausbildung den technologischen Entwicklungen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt anzupassen,

so Sperling. Wenn das nicht gelinge, werde es weniger Chancengerechtigkeit geben als bisher und das bestehende Gehaltsgefälle zwischen den Geschlechtern werde sich noch vergrößern.

Maßnahmen, um Frauen den Zugang zum neuen Arbeitsmarkt zu erleichtern

Damit Frauen von der Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren können, müssten sie unterstützt werden, Familie, Job und Weiterbildung unter einen Hut zu bekommen, rät die Studie. Der Zugang von Mädchen und Frauen zu MINT-Fächern könnte durch Kampagnen, Sponsorings und spezielle Förderprogramme erhöht werden. Frauen, die bereits mitten in ihrer Karriere stehen, müssen darin unterstützt werden, Familie, Job und Weiterbildung unter einen Hut zu bekommen. Wichtig sei es auch, die Mobilität von Frauen zu stärken, mehr Flexibilität und dynamischere Karrierepfade anzubieten.

Der vollständige Report „The future of women at work: Transitions in an age of automation“ steht > hier zum Download bereit.Von:Ute Wolter

Präsentation DFT 2020

Alle zwei Jahre treffen sich deutschsprachige Sorores in Ländern deren Hauptsprache Deutsch ist. Früher hieß dieses Event „Dreiländertreffen“. Aufgrund der weiten Verbreitung der deutschen Sprache heißt unser Treffen nun deutschsprachiges Freundschaftstreffen, kurz DFT. Es dient dem Blick über den Tellerrand, Möglichkeit zum Gedankenaustausch, Kennenlernen und Netzwerken über Grenzen hinweg.

Beim Deutschsprachigen Freundschaftstreffen in Loipersdorf in der Steiermark, das vom 14. – 16. September 2018 stattfand, wurde das DFT 2020 in Kiel vorgestellt.

Wir wollen einen „Meerwert“ bieten: einen Digitalisierungskongress, Zeit zum Netzwerken und ganz viel Freundschaft im Land zwischen zwei Meeren.

Hier unsere Präsentation.